Female Utopias

Warum brauchen wir in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts immer noch nicht nur Utopien, sondern auch Frauen*- und feministische Utopien?

Der Ausgangspunkt dieses Buches ist eine Studie, die im Jahr 2022 von Studierenden der Politischen Bildung an der Johannes Kepler Universität Linz durchgeführt wurde. Frauen*, die in sogenannten frauentypischen Berufen tätig sind, wurden zu ihren Lebensvorstellungen, Sehnsüchten und Wünschen befragt. Welche Visionen haben sie von einem glücklichen Leben? Im Vorfeld zu diesem Buch wurden also Frauen* interviewt , die sonst nicht gefragt werden, wenn es um den Entwurf einer gerechten Gesellschaft geht – Pflegerinnen, Verkäuferinnen, Reinigungskräfte, Kellnerinnen, Friseurinnen, Hebammen, Pädagoginnen. Ein gemeinsamer Nenner wird in allen Interviews sichtbar: Der Wunsch nach Solidarität unter Frauen*.

Evelyn Bernadette Mayr schreibt über die Revolution der Frauen* in Nicaragua und deren Scheitern, über die Folgen für die Frauen* aber auch über das, was geblieben ist. Sie schreibt über »die neue Qualität der Umbruchszeit eines Aufeinander-Bezogen-Seins, die Art und Weise der Beziehung der Menschen untereinander in ihrer Sehnsucht nach einem Miteinander von Gleichen unter Gleichen«. 

Olga Shparaga bezieht die Ergebnisse der Studie der Johannes Kepler Universität Linz auf ihre eigenen Forschungsarbeiten und schreibt über Frauen*, die in der belarusischen Revolution aktiv waren. Sie entwirft eine Politik der Fürsorge–als Voraussetzung für Demokratie und Freiheit, eine Utopie für eine Revolution, für eine Gesellschaft ohne Machthierarchien und eine Utopie von Sisterhood (Schwesterlichkeit als Begriff der Solidarität unter Frauen*) als politische Kraft. 

Marlene Streeruwitz schenkt uns im Epilog einen versöhnlichen Ausblick auf eine Zukunft, die friedlicher, sozialer, weiblicher gedacht werden kann

Schönstes Buch Ö 2024

20,00 €